Zuerst das Wichtigste: Nervosität ist völlig normal
Wenn Ihnen beim Gedanken ans Atmen unter Wasser der Magen kribbelt — herzlichen Glückwunsch, Ihnen geht es wie fast jedem Taucher vor seinem ersten Tauchgang. Etwas Anspannung vor etwas wirklich Neuem ist kein Warnsignal, sondern Ihr Gehirn bei der Arbeit. Der Unterschied zwischen Menschen, die tauchen, und Menschen, die nur darüber nachdenken, ist selten Mut. Es ist Information: genau zu wissen, was in welcher Reihenfolge passiert und wie viel Kontrolle Sie in jedem Moment behalten. Genau das liefert dieser Artikel.
Was passiert, bevor Sie überhaupt ins Wasser gehen
Ihr Tag beginnt mit der morgendlichen Abholung an Ihrem Hotel — der Transfer ist bei jeder Tour kostenlos inklusive. An Bord kommt vor allem anderen das ausführliche Sicherheitsbriefing. Ihr Tauchlehrer erklärt jedes Ausrüstungsteil in Ihren Händen: den Atemregler, die Maske, den Neoprenanzug, die Funktion der Flasche, die Anzeigen. Sie lernen die wenigen Handzeichen der Taucher — alles okay, schau hier, meine Ohren, ich möchte auftauchen — und üben die Handgriffe in Ruhe an Bord, an normaler Luft, in Ihrem Tempo. Niemand wird abgefragt, niemand gehetzt. Wenn Sie ins Wasser gehen, wird Sie nichts mehr überraschen — und Vorhersehbarkeit ist genau das, was ein nervöses Gehirn braucht.
Ihr erster Tauchgang ist flach, kurz und geführt
Vergessen Sie Bilder von dunklem, bodenlosem Blau. Ihr erster Tauchgang findet auf fünf bis acht Metern statt und dauert fünfzehn bis fünfundzwanzig Minuten — flaches, helles, sonnendurchflutetes Wasser, in dem die Oberfläche immer sichtbar nah über Ihnen liegt. So beginnt jeder unserer Tagesausflüge, und zwar genau deshalb, damit Anfänger sich in Ruhe wohlfühlen, bevor es am Nachmittag auf zwölf bis dreizehn Meter geht. In dieser Tiefe sehen Sie das Boot, das Licht und Ihren Tauchlehrer — und Ihr Körper lernt schnell: Hier unten funktioniert alles.
Ihr Tauchlehrer bleibt in Armreichweite
Sie werden niemals allein losgeschickt. Ein professioneller Tauchlehrer führt den Tauchgang vom ersten bis zum letzten Atemzug, nah genug, um ihn zu berühren. Bei unserem Unterwassermuseum-Ausflug in Side sind die Gruppen auf drei bis vier Taucher pro Tauchlehrer begrenzt — Ihr Guide beobachtet wirklich Sie, nicht eine Menschenmenge. Viele nervöse Anfänger halten in den ersten Minuten die Hand oder den Arm des Tauchlehrers — das ist üblich, erwartet und völlig in Ordnung. Tauchlehrer lesen Körpersprache ständig; oft merken sie vor Ihnen, dass Sie angespannt sind, und werden langsamer, ohne dass Sie fragen müssen.
Sie können den Tauchgang jederzeit beenden — wirklich
Diese Tatsache löst die meiste Angst auf: Sie sind immer nur ein Handzeichen von der Oberfläche entfernt. Zeigen Sie den Daumen nach oben — das Taucherzeichen für auftauchen — und Ihr Tauchlehrer bringt Sie ruhig und korrekt nach oben, ohne Fragen, ohne Enttäuschung, ohne Drama. Zu wissen, dass Sie das Ausstiegsticket in der Hand halten, verändert alles: Paradoxerweise wollen Taucher, die wissen, dass sie aufhören können, es selten. Und denken Sie daran: Hier gibt es keine Prüfung — für einen geführten Anfängertauchgang ist kein Tauchschein nötig, Schnuppertauchen ist ab etwa zehn Jahren möglich, und wer lieber trocken bleibt, fährt als Nichttaucher zum reduzierten Preis mit und genießt den Tag, das Schwimmen und das Mittagessen an Bord.
Fünf Beruhigungstechniken, die wirklich funktionieren
- Verlängern Sie die Ausatmung. Langsames Ausatmen durch den Regler ist die schnellste physiologische Bremse für einen rasenden Puls. Zählen Sie vier ein, sechs aus.
- Benennen Sie das Gefühl. Sich still zu sagen das ist Aufregung, keine Gefahr klingt banal — Sportpsychologen schwören darauf, denn die Körpersignale sind fast identisch.
- Geben Sie Ihren Augen eine Aufgabe. Suchen Sie sich einen einzelnen Fisch oder Felsen und beobachten Sie ihn. Angst lebt vom hektischen Umherblicken; Konzentration auf eines lässt sie verhungern.
- Bewegen Sie Finger und Zehen. Ein kurzer Körpercheck erinnert Ihr Nervensystem daran, dass Sie entspannt sind, warm im Neoprenanzug, und alles unter Kontrolle haben.
- Schauen Sie Ihren Tauchlehrer an. Ruhe ist ansteckend. Ihr Guide hat das hunderte Male gemacht, und seine unaufgeregten Bewegungen sagen Ihrem Gehirn: alles Routine.
Ein paar ehrliche Worte zur Gesundheit
Geführtes Anfängertauchen ist sanft, aber nicht für jeden: In der Schwangerschaft sowie bei schwerem Asthma und ernsten Herz- oder Atemwegserkrankungen ist Tauchen nicht möglich. Planen Sie außerdem Ihre Flüge mit Puffer — innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach dem Tauchen sollten Sie nicht fliegen. Bei Unsicherheiten fragen Sie uns einfach vor der Buchung — eine ehrliche Antwort kostet nichts.
Buchen ohne Druck
Und hier der letzte Angstlöser: Unsere Buchung funktioniert wie unser Tauchen — ohne Druck. Sie reservieren kostenlos online und zahlen erst am Tag selbst, bar oder mit Karte; die Stornierung ist bis vierundzwanzig Stunden vorher gratis. Wenn es sich am Morgen nicht richtig anfühlt, haben Sie nichts verloren. Aber wir vermuten: Sie fahren mit — und spätestens beim Mittagessen, irgendwo zwischen Ihrem ersten Atemzug unter Wasser und den Fischen vor Ihrer Maske, fragen Sie sich, wovor Sie eigentlich Angst hatten. Starten Sie auf unserer Seite zum Schnuppertauchen oder werfen Sie einen Blick auf die Preise aller Touren.