Der seltsamste und schönste Moment beim Tauchenlernen
Jeder Taucher erinnert sich an seinen ersten Atemzug unter Wasser. Ein, zwei Sekunden protestiert das Gehirn — das dürfte eigentlich nicht funktionieren — und dann liefert der Atemregler leise genau die Luft, die Sie angefordert haben. Innerhalb weniger Minuten denken die meisten Anfänger auf unseren Schnuppertauchgängen gar nicht mehr über das Atmen nach. Dieser Ratgeber bringt Sie schneller an diesen Punkt — und zeigt Ihnen die kleinen Gewohnheiten, mit denen Ihre Luft länger reicht und Ihr Tauchgang ruhiger wird.
Regel Nummer eins: Niemals die Luft anhalten
Wenn Sie sich nur einen einzigen Satz merken, dann diesen: Atmen Sie immer weiter. An Land halten wir instinktiv die Luft an, wenn wir uns konzentrieren oder überrascht sind. Unter Wasser muss diese Gewohnheit weg, aus einem einfachen physikalischen Grund: Beim Auftauchen dehnt sich die Luft in der Lunge aus. Wer normal weiteratmet, lässt die expandierende Luft einfach entweichen. Deshalb wiederholen Tauchlehrer diese Regel in jedem Briefing — auch im ausführlichen Sicherheitsbriefing vor jedem unserer Ausflüge. Einatmen, ausatmen, ohne Pause — das ist die ganze Regel.
So atmen Sie durch den Atemregler
Ein Atemregler liefert Luft auf Anforderung: Sie atmen ein, er gibt; Sie stoppen, er stoppt. Es gibt keine falsche Art, ihn auszulösen — aber eine bessere Art, ihn zu nutzen.
- Langsam und tief atmen. Lange, ruhige Atemzüge aus dem Zwerchfell — wie im Yogakurs — transportieren die Luft effizient und halten Sie entspannt. Schnelle, flache Züge bewirken das Gegenteil.
- Länger aus- als einatmen. Ein entspannter Rhythmus von etwa vier Zählern ein und sechs aus senkt den Puls und beruhigt den Kopf. Der Blasenstrom vor der Maske wird dabei erstaunlich meditativ.
- Durch den Mund atmen, die Nase ruhen lassen. Der Regler sitzt im Mund, die Maske bedeckt die Nase. Anfänger versuchen anfangs aus Gewohnheit, durch die Nase einzuatmen — das Gefühl vergeht schnell, ein paar Übungsatemzüge an der Oberfläche genügen.
- Die Geräusche nicht bekämpfen. Das Zischen beim Einatmen und die Blasen beim Ausatmen sind normal. Viele Taucher lieben diesen Klang irgendwann — er ist der Rhythmus jedes Tauchgangs.
Warum ruhige Taucher weniger Luft verbrauchen
Der Luftverbrauch ist das Anfängerthema schlechthin, und die Antwort ist verblüffend einfach: Entspannte Taucher atmen weniger. Stress und Hektik treiben den Puls hoch, die Atemfrequenz folgt, die Flasche leert sich schneller. Genau deshalb ist bei einem gut geführten Anfängertauchgang alles auf Ruhe ausgelegt — das unaufgeregte Briefing, der langsame Abstieg, der Tauchlehrer an Ihrer Seite. Auf unseren Ausflügen mit PADI-zertifizierten Tauchlehrern in Kemer wie an allen anderen Standorten gibt Ihr Guide bewusst ein sanftes Tempo vor, denn langsames Tauchen ist besseres Tauchen.
Auch die Tiefe spielt mit: Je tiefer Sie sind, desto dichter ist die Atemluft und desto schneller wird sie verbraucht. Unser Vormittagstauchgang auf fünf bis acht Metern ist darum nicht nur ideal zum Üben — in dieser Tiefe reicht die Luft von Natur aus gut, für fünfzehn bis fünfundzwanzig entspannte Minuten, bevor es am Nachmittag auf zwölf bis dreizehn Meter geht.
Praktische Tipps für mehr Luftvorrat
- Weniger bewegen, mehr gleiten. Langsame, weite Flossenschläge erledigen die Arbeit; die Hände bleiben ruhig. Mit den Händen zu paddeln verbrennt Luft und bringt fast nichts.
- Stromlinienförmig bleiben. Horizontale Lage, lockere Arme — weniger Widerstand heißt weniger Anstrengung heißt weniger Luft.
- Warm bleiben. Ein frierender Körper verbraucht schnell Energie. Der Neoprenanzug aus unserer Ausrüstung hält Sie komfortabel — jede Tour stellt das komplette Set: Flasche, Atemregler, Anzug, Maske und Flossen.
- Innehalten und schweben. Wird Ihr Atem schneller, hören Sie auf zu flossen, schweben Sie und nehmen Sie drei lange Ausatemzüge. Der Rhythmus beruhigt sich in Sekunden.
- Nicht vergleichen. Jeder Anfänger verbraucht mehr Luft als jeder Tauchlehrer. Das ist Erfahrung, nicht Lungenvolumen — mit jedem Tauchgang wird es besser.
So läuft es auf unseren Touren
Jeder Tagesausflug mit dem Boot umfasst zwei geführte Tauchgänge — den flachen Vormittagstauchgang, um genau diese Gewohnheiten zu üben, und den tieferen Nachmittagstauchgang, um sie zu genießen. Ihr Tauchlehrer behält das Finimeter gemeinsam mit Ihnen im Blick, vereinbart vorher einfache Handzeichen und hält die Gruppe klein. Anfänger brauchen keinen Tauchschein, Nichttaucher fahren zum reduzierten Preis mit, und Mittagessen, Hoteltransfer und Versicherung sind inklusive. Ein Gesundheitshinweis: Tauchen ist in der Schwangerschaft sowie bei schwerem Asthma und ernsten Herz- oder Atemwegserkrankungen nicht möglich, und innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach dem Tauchen sollten Sie nicht fliegen — Details auf unserer Sicherheitsseite.
Kommen Sie atmen
Atmen unter Wasser lässt sich nicht aus einem Artikel lernen — man muss es fühlen, am besten an einem schönen Ort. Werfen Sie einen Blick auf die aktuellen Preise, reservieren Sie kostenlos online und zahlen Sie erst am Tag selbst — mit gratis Stornierung bis vierundzwanzig Stunden vorher. Ihr erster Atemzug unter Wasser ist näher, als Sie denken.