Warum etwas Wasser in der Maske völlig normal ist
Ein Geheimnis, das erfahrene Taucher selten erwähnen: Auch in ihre Masken dringt Wasser ein. Ein paar Tropfen im Laufe eines Tauchgangs sind kein Versagen Ihrer Maske oder Technik — sie sind schlicht das, was passiert, wenn eine weiche Silikondichtung auf ein bewegliches menschliches Gesicht trifft. Lächeln Sie einen Fisch an, heben Ihre Wangen die Dichtung an. Eine Haarsträhne unter dem Maskenrand bildet einen winzigen Kanal. Ein schneller Blick nach oben verschiebt den Sitz für einen Moment. Nichts davon spielt eine Rolle, sobald Sie die eine kleine Fertigkeit beherrschen, um die es hier geht: die Maske mit einem einzigen ruhigen Atemzug leeren.
Das eigentliche Problem ist der Reflex, nicht das Wasser
Wasser an der Innenseite der Maske ist harmlos. Was Anfänger beunruhigt, ist der damit verbundene Reflex: An Land bedeutet Wasser an der Nase Gefahr, also schlägt der Körper Alarm. Die Lösung liegt in einer einzigen, tief verstandenen Tatsache: Ihre Atmung hängt nicht von der Maske ab. Die Luft kommt aus dem Atemregler in Ihrem Mund — und sie kommt weiter, ob die Maske trocken, feucht oder sogar komplett geflutet ist. Sobald Ihr Gehirn das akzeptiert — und am schnellsten akzeptiert es das durch ruhiges Üben — verstummt der Reflex, und Wasser in der Maske wird zu dem, was es wirklich ist: eine kleine Aufräumarbeit.
Die Nasen-Ausatem-Technik, Schritt für Schritt
Zum Ausblasen der Maske nutzen Sie die Luft, die Sie ohnehin atmen. Hier ist die ganze Fertigkeit:
- Normal weiteratmen. Nichts am Maskenklären erfordert Eile. Nehmen Sie einen bequemen Atemzug durch den Regler.
- Oben auf den Rahmen drücken. Legen Sie ein oder zwei Finger auf die Oberkante der Maske und drücken Sie sie sanft gegen die Stirn. Das verankert die obere Dichtung.
- Den Kopf leicht in den Nacken legen. Der Blick etwas nach oben verlagert den tiefsten Punkt der Maske an den unteren Rand — genau dorthin, wo das Wasser austreten soll.
- Gleichmäßig durch die Nase ausatmen. Die Luft füllt die Maske von oben, und weil Luft leichter ist als Wasser, drückt sie das Wasser nach unten und unter der Dichtung hinaus. Ein langer, ruhiger Nasen-Ausatemzug genügt meist.
- Nach vorn schauen und weitertauchen. Maske klar, Tauchgang geht weiter. Das Ganze dauert drei bis vier Sekunden.
Teilklärung und Vollklärung
Meistens machen Sie eine Teilklärung — die kleine Pfütze unter der Nase verschwindet. Bei einer komplett gefluteten Maske ist die Technik identisch; es braucht nur einen größeren Ausatemzug, manchmal zwei. Tauchlehrer zeigen beides, denn das Wissen, dass Sie sogar eine volle Maske leeren können, ist genau das, was ein paar Tropfen bedeutungslos macht.
Der richtige Sitz von Anfang an
Weniger Wasser drin heißt weniger klären. Auf jeder Tour gehören Masken zur inklusiven Ausrüstung — zusammen mit Flasche, Atemregler, Neoprenanzug und Flossen — und Ihr Tauchlehrer hilft Ihnen vor dem Einstieg, eine Maske zu finden, die auf Ihrem Gesicht gut abdichtet. Drei Regeln erledigen das meiste: jede Haarsträhne unter dem Maskenrand hervorholen, das Band anliegend, aber nicht stramm lassen — ein überspanntes Band verformt das Silikon und erzeugt erst recht Lecks — und das Band hoch am Hinterkopf platzieren, nicht auf den Ohren. Wenn eine Maske während des Tauchgangs immer wieder Wasser zieht, sagen Sie es danach Ihrem Tauchlehrer; der Wechsel auf eine andere Größe vor dem zweiten Tauchgang ist Routine.
Wo Sie es wirklich lernen: der flache erste Tauchgang
Fertigkeiten liest man, gelernt werden sie im Wasser — und genau darauf ist der Aufbau unserer Touren ausgelegt. Ihr erster geführter Tauchgang findet auf fünf bis acht Metern statt und dauert fünfzehn bis fünfundzwanzig Minuten: flach, hell und ohne Eile, mit dem Tauchlehrer in Armreichweite. Hier probieren Sie das Ausblasen unter realen, ruhigen Bedingungen, bevor es am Nachmittag auf zwölf bis dreizehn Meter geht. Jede Tour beginnt mit einem vollständigen Sicherheitsbriefing, bei dem die Technik zuerst an Deck gezeigt wird — auf unserem Tauchausflug ab Kumköy wie auf allen unseren Booten üben Anfänger sie unter den Augen des Tauchlehrers, der korrigiert und beruhigt.
Drei kleine Gewohnheiten für eine unkomplizierte Maske
- Vor jedem Tauchgang entnebeln. Kurzes Spülen und die übliche Antibeschlag-Routine, die Ihnen Ihr Tauchlehrer zeigt, halten das Glas klar — so verwechseln Sie Beschlag nie mit Wasser.
- Früh klären statt spät. Ein Teelöffel Wasser lässt sich leichter und ruhiger ausblasen als eine halbe Maske. Machen Sie kleine Klärungen zum normalen Rhythmus.
- Den Nasen-Ausatemzug an Land üben. Zu Hause sitzend: durch den Mund ein, durch die Nase aus, ein paar Mal. Das ist die komplette Bewegung — das Wasser liefert später nur die Kulisse.
Probieren Sie es dort, wo sich das Hinsehen lohnt
Eine klare Maske zählt am meisten, wenn hinter dem Glas etwas Schönes liegt — Rifffische, Felsformationen, Sonnenlicht auf Sand. Alle unsere Tagesausflüge beinhalten Ausrüstung, Hoteltransfer mit morgendlicher Abholung, frisches Mittagessen an Bord und Versicherung, dazu zwei geführte Tauchgänge — ganz ohne Tauchschein. Kostenlos online reservieren, am Tag selbst zahlen, bis vierundzwanzig Stunden vorher gratis stornieren. Entdecken Sie alle unsere Tauchausflüge und setzen Sie Ihre neue Fertigkeit ein.