Wie der Tag für den Bootsgast wirklich abläuft
Wichtig zu wissen: Niemand wird irgendwo abgesetzt. Sie werden gemeinsam im Hotel abgeholt, fahren gemeinsam zum Hafen und kommen gemeinsam zurück. Ein Gast ist kein Zuschauer am Steg, sondern den ganzen Tag an Bord.
Liegt das Boot vor Anker, teilt sich der Tag jeweils für rund eine Stunde. Die Taucher legen die Ausrüstung an, bekommen ihr Briefing und gehen mit dem Instructor runter. Allen anderen gehört das Boot: Sonnendeck, Schatten, Leiter ins Wasser. An den meisten Stopps können Sie direkt vom Heck aus schwimmen, und es bleibt Zeit, mit der Maske über Fels und Sand im Flachen zu treiben, bevor die Taucher wieder auftauchen.
Danach kommt alles wieder zusammen. Das Mittagessen wird an Bord gekocht und von allen am selben Tisch gegessen – meist der Moment, in dem die Taucher mit den Händen zu erzählen beginnen. Der Nachmittagstauchgang folgt demselben Muster, dann läuft das Boot zurück und der Kleinbus bringt Sie beide ins Hotel. Die Versicherung deckt Passagiere ebenso wie Taucher, ein Gast ist also den ganzen Tag mitversichert.
Wie gemischte Paare und Familien es meistens machen
Nach einigen Saisons sieht man immer wieder dieselben vier Muster:
- Einer taucht, einer schnorchelt. Der Klassiker. Funktioniert auf allen fünf Touren und braucht keine Planung außer den Personenzahlen.
- Beide probieren, einer macht weiter. Beide machen den ersten Tauchgang auf 5–8 Metern, dann findet einer, das habe gereicht, und verbringt den Nachmittag an Deck. Völlig normal – sagen Sie es an Bord, der Tarif wird fair angepasst.
- Eltern wechseln sich ab. Einer taucht vormittags, einer nachmittags, die Kinder bleiben bei dem, der gerade an Bord ist. Schnuppertauchgänge sind ab etwa zehn Jahren möglich, ein älteres Kind möchte vielleicht selbst.
- Der Skeptiker kippt um. Jemand kommt nur zur Begleitung, sieht die erste Gruppe grinsend auftauchen und fragt beim Mittagessen nach einem Schnuppertauchgang. Erwähnen Sie das vorher, damit Ausrüstung und ein Instructor-Platz bereitstehen.
Ist Ihr Nichttaucher unsicher wegen eines langen Tages auf See, ist die sechsstündige Tour ab Kumköy unsere kürzeste und der leichteste Einstieg in einen Bootstag. Alles zum Gastplatz steht auf der Schnorchel- und Bootsgastseite.
Welche Tour für den Nichttaucher am besten passt
Ehrliche Antwort: Von der Oberfläche aus sind die Touren nicht gleichwertig. Wählen Sie also mit Blick auf Ihren Partner, nicht nur auf sich.
Kemer hat das klarste Wasser dieser Küste, was für Schnorchelnde weit mehr zählt als für Taucher – erst Sichtweite macht aus einer Maske ein Fenster. Alanya bietet den besten Tag zum Hinaufschauen statt Hinabschauen: felsige Buchten in den Gewässern am Kleopatra-Strand und die Burg von Alanya über dem Boot bei der Ein- und Ausfahrt.
Beim Unterwassermuseum von Side gehört eine klare Warnung dazu. Die rund 110 Skulpturen liegen auf etwa zwölf Metern, und das ist tiefer, als Schnorcheln sinnvoll reicht – an einem klaren Tag erahnt man Formen und Schatten, doch das Museum ist wirklich ein Taucherlebnis. Ist gerade das Museum der Grund für die Neugier Ihres Partners, ist die bessere Antwort kein Gastplatz, sondern ein Schnuppertauchgang: Anfänger erreichen beim zweiten Tauchgang etwa dreizehn Meter, der Instructor immer in Armlänge.