Antalya oder Kemer – die beiden Tage für Tiefe
Antalya ist der abwechslungsreiche Tag. Die Stadtküste bricht in Riffe, Wände, Höhleneingänge und Fischschwärme auf, und die DO-28 – eine 1967 gesunkene Dornier – liegt in 19,5 bis 23,3 Metern, bequem innerhalb eines normalen Brevet-Profils. Wer Tauchgänge mag, die unterwegs ihre Form ändern, und dazu ein Flugzeug möchte, legt die 50 € gut an.
Kemer ist der klare Tag und für viele Brevetierte das interessantere Wasser. Dort finden Sie die beste Sicht dieser Küste, Rifffische, Felsformationen und häufig Kraken – Sichtungen hängen immer von den Bedingungen ab – sowie PADI-zertifizierte Instructors an Bord. Auf diesem Abschnitt liegen auch die Wracks: die Paris II in 21–31 m ist ein echter Tauchgang nur für Brevetierte, und Drei Inseln und Leuchtturm hat einen Tunnel in rund 9 m, der unabhängig von der Zahl Ihrer Logbucheinträge Spaß macht.
Beide Touren dauern acht Stunden und kosten 50 € beziehungsweise 43 €. Keine davon ist ein als Fun-Dive verkleideter Ausbildungstag: Brevetierte tauchen ihre eigenen Profile, während Anfänger auf demselben Boot in der flachen Stufe bleiben.
Das Tiefenmodell – und was Sie mitbringen sollten
Unsere zwei Stufen vermischen sich nie. Anfänger und Schnuppertaucher: zuerst 5–8 m, danach maximal etwa 13 m, Instructor in Griffweite. Brevetierte: rund 30 m bei normalen Tauchgängen und bis zu 60 m an den tiefen Plätzen bei entsprechender Qualifikation. Deshalb liegen Paris II und DO-28 klar auf der brevetierten Seite und werden nie als Schnuppertauchgang verkauft.
Mit diesen Dingen läuft der Tag reibungslos:
- Ihr Brevet – jede anerkannte Organisation; wir schauen es an, nicht aus Prinzip, sondern weil die geplante Tiefe davon abhängt.
- Ihr Logbuch – es sagt uns mehr als die Karte. Wir tragen ein und stempeln nach den Tauchgängen.
- Eigene Maske oder eigener Computer, wenn Sie daran gewöhnt sind. Alles Übrige – Flasche, Atemregler, Jacket, Anzug, Maske, Flossen, Blei – ist bei jeder Tour ohne Aufpreis dabei.
Eine Regel gilt für alle Stufen: innerhalb von 24 Stunden nach dem Tauchen nicht fliegen. Wenn Ihr Rückflug morgen geht, ist heute tauchen keine gute Idee – nennen Sie uns Ihr Abreisedatum, dann legen wir die Tour früher in den Urlaub. Welcher Platz zu welchem Niveau passt, steht auf unserer Seite Tauchplätze nach Niveau.
Uns Ihr Niveau nennen – und warum das wirklich zählt
Sagen Sie bei der Reservierung drei Dinge: Ihr Brevet, ungefähr wie viele Tauchgänge Sie geloggt haben und wann Sie zuletzt getaucht sind. Mehr brauchen wir nicht. Ein Taucher mit 200 Tauchgängen, der vor vier Jahren zuletzt im Wasser war, wird anders geplant als jemand mit 20 Tauchgängen aus dem letzten Monat – und Schönfärberei hilft niemandem.
Davon hängt ab, welche Plätze wir an diesem Tag ansteuern, wie sich das Boot in flache und tiefe Gruppe teilt und ob wir einen ruhigen ersten Tauchgang als Aufwärmer vorschlagen. Nichts ändert sich an Preis, Ausrüstung, Transfer, Mittagessen oder Versicherung – die sind für jeden Gast identisch.
Zwei ehrliche Hinweise vor der Buchung. Wenn Ihr Urlaub nur einen Tauchtag hergibt und Sie den charakteristischen Tauchgang dieser Küste statt Tiefe wollen, stellt Ihnen der Tag am Unterwassermuseum von Side (45 €) rund 110 Skulpturen in etwa 12 m vor die Maske – flach, aber einzigartig an dieser Küste, und Brevetierte genießen ihn genauso wie Anfänger. Und wenn Sie mit einem Partner reisen, der noch nie getaucht hat: buchen Sie dasselbe Boot statt zwei getrennter Tage. Er taucht mit dem Instructor in der flachen Stufe, Sie Ihr eigenes Profil – und Sie haben trotzdem denselben Tag zusammen.