Was Sie in 12 Metern wirklich sehen
In etwa 12 Metern ist das Licht noch großzügig. Die Skulpturen tauchen also nicht schemenhaft aus der Dunkelheit auf — Sie schwimmen heran, und sie stehen einfach da, blau ausgeleuchtet, in Lebensgröße, mit der Wasseroberfläche über Ihnen. Rund 110 Objekte verteilen sich über das Feld: stehende Figuren, sitzende Formen, Gruppen, die so angeordnet sind, dass Sie von einer zur nächsten gleiten, statt ein einzelnes Objekt zu umrunden.
Zum Taucherlebnis wird das durch das, was seit der Versenkung passiert ist. Das Meer erobert den Stein zurück: Algenfilme, kleiner Bewuchs auf Schultern und in Faltenwürfen — und die Fische, die sich an jeder harten Struktur auf sandigem Grund einfinden. Eine Statue ist ein künstliches Riff, und nach ein paar Minuten merken Sie, dass Sie die Fische ringsum genauso beobachten wie die Skulptur.
Die Sicht ist hier gut, aber nicht glasklar, und sie ändert sich mit Wind und Welle. Das sagen wir lieber vorher. Der Tauchtag Unterwassermuseum Side umfasst zwei geführte Tauchgänge, sodass ein trüberer erster Tauchgang meist vom zweiten ausgeglichen wird.
Wem wir ehrlich einen anderen Tag empfehlen
Uns ist lieber, Sie buchen den richtigen Tag als unseren Vorzeigetag. Wenn für Sie die Sichtweite das Erlebnis ausmacht — dieses Gefühl, im leeren Blau zu schweben und das Riff als Ganzes zu überblicken —, dann ist der Tauchtag ab Kemer die klarste Wahl an dieser Küste: 43 €, acht Stunden, Riffische, Felsformationen, häufig auch Oktopus. Sichtungen hängen immer von den Bedingungen ab, die Klarheit ist aber der Grund, warum man dorthin fährt.
Wenn Sie brevetiert sind und eigentlich Stahl auf dem Meeresgrund suchen, ist das Museum ebenfalls nicht Ihr Tag. Die Wracks liegen anderswo: die Paris II in 21–31 Metern und der Tunnel bei Three Islands and Lighthouse in 9 Metern vor Kemer, das Flugzeugwrack DO-28 — eine Dornier von 1967 in 19,5–23,3 Metern — vor Antalya, unserem 50-€-Tag und dem teuersten der fünf.
Und wenn sieben Stunden für Ihren Urlaubstag zu viel sind, sagen Sie es: Die Tour ab Kumköy dauert sechs Stunden und startet im nächstgelegenen Hafen zum Hotelgürtel von Side. Skulpturen sind ein sehr eigenes Vergnügen, Felsen und Höhlen ein anderes — keines ist objektiv besser.
Was 45 € und sieben Stunden enthalten
Der Preis gilt für den ganzen Tag, nicht nur für die Tauchgänge. Enthalten sind: zwei geführte Tauchgänge, die komplette Ausrüstung — Flasche, Atemregler, Jacket, Neoprenanzug, Maske, Flossen und Blei —, kostenloser Hoteltransfer hin und zurück mit morgendlicher Abholung, ein frisch an Bord gekochtes Mittagessen, Passagier- und Tauchversicherung sowie ein vollständiges Sicherheitsbriefing, bevor jemand ins Wasser geht. Zwei Tauchgänge für 45 € sind rund 22,50 € pro Tauchgang, alles Übrige inklusive.
Das Tiefenmodell macht das Museum für alle an Bord passend. Anfänger und Schnuppertaucher machen den Vormittagstauchgang auf 5–8 Metern und den zweiten auf maximal etwa 13 Meter, immer mit einem Instructor in Armlänge — und da die Skulpturen bei rund 12 Metern stehen, liegen sie innerhalb dieser Grenze. Brevetierte Taucher tauchen vom selben Boot ihre normalen Profile, bei Standardtauchgängen um 30 Meter, und lassen anschließend ihr Logbuch abzeichnen.
Sie reservieren kostenlos online und zahlen am Tag selbst bar oder mit Karte, Stornierung bis 24 Stunden vorher kostenfrei. Die Preisübersicht aller fünf Touren ist öffentlich einsehbar.